Mit Achtsamkeit in schwierigen Situationen für sich sorgen

An Ereignissen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt bei der Arbeit mit geistig Behinderten können wir im Nachhinein nicht viel ändern – so sehr wir uns das auch wünschen. Dafür können wir aber lernen, die daraus resultierenden Belastungen und akuten inneren Erlebnisreaktionen bei uns selbst abzugrenzen und für uns zu sorgen. Schmerzhafte Ereignisse lösen oft eine Kaskade von mentalen Reaktionen aus, wie ein Stein, der einen Berghang hinabrollt und in einer Kettenreaktion andere in Bewegung setzt.

Problem dabei: Negative Gedanken und belastende Gefühle wie Wut, Ärger, Sorgen, Verzweiflung, Schuld, Scham oder Verbitterung machen uns auf Dauer krank, die Lebensqualität sinkt. Achtsamkeit hilft uns, mentale Belastungen rechtzeitig wahrzunehmen und diesen Erdrutsch zu stoppen.

In den Workshops haben die Teilnehmer*innen Gelegenheit zur Reflexion. Sie erfahren, wie sie mit einfach umsetzbaren Achtsamkeits- und Kurztechniken Selbstfürsorge betreiben und in schwierigen Situationen ihre Handlungsfähigkeit erhalten. Neben der Selbsterfahrung unterstützt ein Handout die Nachhaltigkeit der Veranstaltung.

Johannes Lauterbach

Entspannungs- und ACT-Therapeut, Gesundheits- und Logosynthese-Coach. Arbeitsschwerpunkte: Seminar und Weiterbildungsangebote für Gruppen (u.a. LISUM, ARD.ZDF Medienakademie), therapeutische Tätigkeiten in Tageskliniken und Beratung von Einzelpersonen in den Bereichen Entspannungs- und Meditationstechniken, Burnout-Prävention, Logosynthese- und Präsenz-Coaching sowie Mitinitiator von slowti-me.Berlin, der Stadtentschleunigungskampagne, Produzent und Sprecher von Entspannungs-CDs und Buchautor. Er war mehr als 20 Jahre Radiomoderator in Berlin (SFB, rbb).



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