Aktuelle Spendenprojekte

„Die Papillons“ - Theaterensemble im Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“

Ein besonderes Projekt für Menschen mit Demenz kann dank einer Anschubfinanzierung durch die Unionhilfswerk-Stiftung seine erfolgreich begonnene Arbeit fortsetzen. Das Theaterensemble, „Die Papillons“ im Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ wird weiter gemeinsam mit professionellen Künstlern  künstlerische Darstellungsformen erproben, die bisher nicht für Menschen mit Demenz realisierbar schienen. Ergänzend zu den bewilligten Fördermitteln sollen über Fundraising-Aktivitäten zusätzliche Mittel akquiriert werden, um das Projekt fortführen und dessen Ergebnisse wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Wie wirkungsvoll diese Form der Theaterarbeit für die Mitglieder der Papillons ist, zeigte sich im Juni bei der Premiere der zweiten Inszenierung. Mit dem Singspiel „Herztöne“ betraten die Darsteller aus dem Pflegewohnheim über akustische Impulse Brücken in ihre Vergangenheit: Lieder aus ihrer Kindheit und Jugend lösen Erinnerungen, Bilder, Emotionen aus, die unter dem Schleier der Erkrankung längst verschwunden zu sein schienen. Durch angespielte Melodien oder kurze Episoden aus der Kindheit der Ensemble-Mitglieder erinnerten diese sich an vergessene Lieder und begannen zu singen. Plötzlich entstehen eine Bühnenpräsenz und eine Begeisterung, die nicht nur die Angehörigen oder die Pflege- und Betreuungskräfte überrascht und fasziniert. Möglich wird dieser Kontakt mit dem, „was im Herzen tönt“ durch die kontinuierliche experimentelle musikalisch-schauspielerische Arbeit mit den Bewohnern mit und ohne Demenz, immer anknüpfend an deren Biografie und Erfahrungswelt.

Palliativ-geriatrischer Konsiliardienst PGKD

Seit 2015 ermöglicht unsere Stiftung durch ihre Förderung das Pilotprojekt "palliativ-geriatrischer Konsiliardienst" für die AltersHospizarbeit in den Pflegewohnheimen.

Der "palliativ-geriatrische Konsiliardienst" (PGKD) berät und unterstützt als "Sorge-Team" in unseren Pflegewohnheimen. Ziel ist es, hauptamtliche pflegerisch-medizinische Betreuung mit ehrenamtlicher psychosozialer Sterbebegleitung für Heimbewohner und deren Nahestehende zu verknüpfen. Eine palliativ-geriatrisch versierte Schwester sowie ein palliativ-geriatrisch erfahrener Arzt begleiten und beraten vor Ort - speziell ausgerichtet auf die Symptome und Bedürfnisse des Alters und die Bedingungen in der vollstationären Altenpflege.

Über die nötige pflegerische Versorgung hinaus, soll die Sorge für ein lebenswertes und würdevolles Leben bis zuletzt auch in der Altenpflege zur Selbstverständlichkeit werden.

Letzte-Hilfe-Kurs

Im Letzte-Hilfe-Kurs schulen wir Bürger darin , in Lebensendsituationen nicht wegzuschauen, sondern für sterbende Menschen und deren Nahestehende da zu sein, da zu bleiben. Wir wollen Mut machen, sich auch mit den „letzten Dingen“ zu beschäftigen.
Letzthelfer verfügen über Basiswissen, Orientierung und einfache Handgriffe. Denn die Begleitung sterbender Menschen sowie die Information zu Verstorbenen ist keine Spezialdisziplin, sondern ein wunderbares Angebot von Mitmensch zu Mitmensch, das auch von Laien an die Nachbarschaft oder Familie weitergegeben werden kann.

Das Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie vermittelt Ihnen hierfür ein Handwerkszeug, mit dem Sie sich sterbenden Menschen ohne Ängste und Unsicherheiten zuwenden können. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Lebensende brauchen.

Unser eintägiger Kurs beinhaltet vier Schwerpunkte:

  • Sterben als Teil des Lebens
  • Vorsorgen und Entscheiden
  • körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte
  • Abschied nehmen vom Leben

 Die Unionhilfswerk-Stiftung fördert dieses Angebot.

Seitennummer: 00424
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