MoArts - die Kunstgruppe im UNIONHILFSWERK

präsentiert in einer (Online-)Ausstellung "Seelenvögel und andere Tiere"

Bild: Melisa Asar
Bild: Michael Schmitt
Bild: Michael Schmitt

In der Seele, in ihrer Mitte, steht ein Vogel, auf einem Bein. Der Seelenvogel. Und er fühlt alles, was wir fühlen.(aus dem Buch von Michal Snunit/Naáma Golomb: “Der Seelenvogel“)

Ein Jahr lang wurden die MoArts bei ihren unterschiedlichen künstlerischen Themen und Techniken vom „Seelenvogel“ begleitet. Er schliesst die Seele auf für die Gefühle und öffnet die Augen für die anderen Tiere.
Die MoArts zeigen Malereien, Zeichnungen, Glasmalereien und keramische Arbeiten über Tiere und Gefühle sowie einige abstrakte Arbeiten.

 

Ausstellungsbesuch ab 19. April 2021

 

Im Ausstellungsraum/Restaurant des SOS-Kinderdorfes
Waldstraße 23/24
10551 Berlin Moabit


Bitte buchen Sie einen Termin unter 030 / 33 09 93-30
oder per E-Mail an coraly.bruegmann(at)sos-kinderdorf.de.

 

Online-Ausstellung ab 26. April 2021

Hier auf dieser Seite - mit virtuellem Rundgang durch die Ausstellung.

 

Finissage

Wenn möglich am 28. Mai 2021 | 16.30 Uhr

 

 

 

In der Seele
in ihrer Mitte, steht ein Vogel
auf einem Bein.
Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles,
was wir fühlen.
(aus dem Buch von Michal Snunit/Naáma Golomb:“Der Seelenvogel“)




Die MoArts, Kunstgruppe des UNIONHILFSWERK für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung: Alfons Baumgärtner, Michael Schmitt, Brigitte Schacht, Mario Haertel, Reiner Köhn, Melisa Asar, Martina Bein, Gabi Ceszlik, Brigitte Mutschke

Inspiriert von dem Buch „Der Seelenvogel“, haben die MoArts versucht den Seelenvogel in sich zu spüren, zu fühlen,  und ihn dazustellen.
Als Buntstiftzeichnungen auf farbigem Papier, bekam der Seelenvogel Form und Ausdruck in bunt gefärbter Gefühlslage; glücklich, fragil, schüchtern und auch verletzt zeichnet ihn mit zartem Strich Martina Bein.

Brigitte Mutschkes Seelenvögel sind außerdem auch hilfsbereit und mütterlich. Bei Melisa Asar geht der Seelenvogel voller Leidenschaft, auch in Form und Farbe und mit sicherem Strich durch alle Facetten des Lebens: Von der Geburt an mit Liebe, bis zum gehassten Tod. Hier schreit der Vogel sich den Schmerz von der Seele. Aber was ist die Seele?
Mario Härtel zeichnet den Seelenvogel mit leichtem, verspieltem Strich, vornehmlich glücklich, bei angenehmer Tätigkeit. Michael Schmitt`s Vögel sind von klarer, starker Kontur mit kräftigen Farben. Sie fliegen über Stadt und Land. Wie die Sonne oder Kometen sieht der Coronavirus aus. Auch ihm begegnen die Seelenvögel.
Aus kleinen Zeichnungen wurden üppigere, größere Bilder bei Reiner Köhn. Eine Vielzahl von Seelenvögeln mit einer Vielzahl von Gefühlslagen auf einem Bild, rhythmisch und bunt. Ähnlich bei Gaby Ceszlik, doch eher als ein Feuerwerk bunter, lebenslustiger Vögel.   
Der Seelenvogel hat die MoArts ein ganzes Jahr begleitet. Beim keramischen Arbeiten mit Ton wurde er plastisch gestaltet als Keramik-Gartenkunst oder auf einen selbst gestalteten Keramik-Teller gemalt.

Von der Darstellung des inneren Thema „Seele als Vogel“ sind die MoArts zur Darstellung der äußeren Welt gekommen: Tiere in der Stadt.

Wie der Seelenvogel werden auch Wildtiere in der Stadt oft nicht/kaum wahrgenommen. Anders die Haus- und Kuscheltiere. Welche Tiere sind uns wichtig?
Schlauheit und Zähigkeit, dafür stehen Fuchs und Krähe bei Reiner Köhn. Verspielt skurril sind Spielzeug Fuchs und Katze bei Brigitte Mutschke mit einem großen Teller mit appetitlichen Häppchen. Nachdenklich macht das Bild “Dort liegt der Hund begraben“ von Mario Härtel.
Alte Fensterscheiben bieten den MoArts einen schönen Rahmen für Glasmalerei. Marc Chagall und anderen Künstlern dienten als Vorbild. Auch hier als Thema die Seele, der Coronavirus und Tiere.
Zudem zeigt Alfons Baumgärtner abstrakte Werke: farbstarke, ausufernde Formen und Strukturen sind mit breiten Filzstiften gemalt.
Brigitte Schacht zeigt Strichbilder mit Filzstift und auch mit Acrylfarbe auf strukturierter Tapete, inspiriert durch den Pointillismus und Impressionismus.

Text: Birgitta v. Homeyer
 

Manche Leute hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten.
Und manche hören ihn nur einmal im Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir auf den Seelenvogel horchen, der tief, tief in uns ist.
(aus dem Buch von Michal Snunit/Naáma Golomb:“ Der Seelenvogel“)


Anleitung, Fotos und Kuration: Birgitta von Homeyer und Irina Wussmann

Seitennummer: 01144
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