Social Day

in der Wohnungslosentagesstätte Schöneberg

Im September besuchten zehn Abgeordnete der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin die Wohnungslosentagesstätte Schöneberg. Die Einrichtung des UNIONHILFSWERK in der Gustav-Freytag-Straße 1 ist Anlaufstelle für wohnungslose und von Armut betroffenen Menschen ohne feste soziale Anbindungen.

„Ich bin sehr froh und dankbar, dass Sie unsere Arbeit für obdachlose Menschen näher kennenlernen möchten und sich entschieden haben, uns im Rahmen eines Social Days zu unterstützen“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Unionhilfswerk Berlin, Andreas Sperlich. Berlin sei eine Stadt der Extreme, die Zahl Obdachloser steige stetig. Bei der Bekämpfung sozialer Not, so Sperlich weiter, müssten alle an einem Strang ziehen.

Einrichtungsleiter Ralf Schönberner bereitet vor allem die stark wachsende Zahl psychisch kranker junger Erwachsener, die in Krisen auf der Straße landen, große Sorgen. Ein weiteres Anliegen ist ihm, die vielen obdachlosen Ehrenamtlichen zu würdigen. Diese unterstützen die Wohnungslosentagesstätte in der Küche, Kleiderkammer, Fahrradwerkstatt und Bibliothek. Uwe ist einer von ihnen. In einer schweren Krise verlor er seine Wohnung und wurde in der Wohnungslosentagesstätte aufgefangen. „Ich konnte durchatmen und mich wieder stabilisieren. Heute bin ich Ehrenamtlicher in der Küche und bekomme dafür viel Wertschätzung.“

Die Abgeordneten führten aber nicht nur intensive Gespräche, sie packten auch mit an: bei der Vorbereitung des Buffets für Frühstück und Mittag. Dieses wurde von der Fraktion gespendet, zusammen mit zahlreichen Schlafsäcken.

Nach interessanten und bewegenden Stunden in der Wohnungslosentagesstätte verließen die Politikerinnen und Politiker nach einem engagierten Tag die Einrichtung. Sie versprachen, eine Reihe von Themen auf ihre politische Agenda zu setzen. So wollen sie unter anderem das UNIONHILFSWERK dabei unterstützen, sich für eine Finanzierung von hauptamtlichen Freiwilligenkoordinatoren stark zu machen. Emine Demirbüken-Wegner, Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement, möchte mögliche Wege ausloten, um diesen Engagementbereich sichtbar zu machen.

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