Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreis

der Unionhilfswerk-Stiftung

Um die Themen "Sterben, Tod und Trauer" in den Medien zu fördern und diesen mehr gesamtgesellschaftliche Beachtung zu verschaffen, lobt die Unionhilfswerk-Stiftung alle zwei Jahre einen Journalistenpreis aus.

Der mit insgesamt 10.000 Euro datierte Preis berücksichtigt gleichberechtigt Beiträge aus Print, Hörfunk, Online und Fernsehen. Die Preisträger werden durch eine Fachjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Huber, dem ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, ermittelt.

Die Preisverleihung findet traditionell in der Bertelsmann-Hauptstadtrepräsentanz, Unter den Linden 1, statt. Die Auszeichnung wird seit 2006 verliehen. Im Jahr 2012 wurde der Preis in "Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreis der Unionhilfswerk-Stiftung" umbenannt.

Die Resonanz auf die Ausschreibung nimmt dabei kontinuierlich zu: Ein schönes Signal, das zeigt, dass diese wichtigen Themen immer stärker in den Medien und somit im Bewusstsein der Menschen ankommen.

Hier gelangen Sie zu den zurückliegenden Preisverleihungen.

Jounalistenpreis 2016

Die feierliche Verleihung des letzten Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreises fand am 03. November 2016 in Berlin statt. Das Thema des Journalistenpreises 2016 lautete "Du sollst Vater und Mutter ehren - pflegende Angehörige zwischen Aufgabe und Aufgeben." Prämiert wurden Geschichten über das Spannungsfeld von Wunsch und Wirklichkeit, Nähe und Distanz, innigem Verhältnis oder endgültigem Zerwürfnis.

Über 50 Journalisten bewarben sich mit ihren Print- und Onlinetexten, ihren Radio- und Fernsehbeiträgen. Geschichten, die berichten über Nähe und Distanz, über Liebe und Überforderung, über Wunsch und Wirklichkeit. Am Ende konnten sich drei ganz unterschiedliche Stücke durchsetzen.

Der erste Platz und ein Preisgeld von 5.000 Euro gingen an Nikolas E. Fischer für seinen Beitrag: „Wenn einen der Schlag trifft…eine Radiogeschichte über die Lust zu leben“. Das Feature wurde auf WDR 5 und im Kinderkanal des WDR (KiRaKa) ausgestrahlt und erzählt auf einfühlsame Weise über das Leben nach einem Schlaganfall. Einer der Protagonisten ist Nikolas Fischers Vater. 

Den zweiten Platz sicherte sich der profilierte Journalist Wolfgang Thielmann mit seinem Stück „Heim statt Heimat“ aus Die ZEIT, Ressort Christ und Welt. Die Jury urteilte: "Es gehört Mut dazu, die Geschichte einer persönlichen Überforderung zu erzählen. Aber sie muss erzählt werden." Der zweite Platz ist mit 3.000 dotiert.

Der dritte Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro, ging an Judith Luig. Sie beschrieb in ihrem Stück „Wo ist mein Vater geblieben?“ (Berliner Morgenpost) die fortschreitende Parkinsonerkrankung ihres eigenen Vaters. Als sie aus ihrem Artikel vorlas, wurde es merklich still im Saal. Auch die Autorin musste an der einen oder anderen Stelle kämpfen. „Mir fiel es wahnsinnig schwer aus dem Text zu lesen. Ich habe es tapfer geübt zuhause. Ich werde nie wieder so etwas Persönliches schreiben. Und doch ist es in all der Schwere gut zu wissen, dass man Menschen mit solchen Texten hilft, die Ähnliches erleben“, so Luig nach der Veranstaltung.

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