„Wärme teilen“ – Hilfe für Menschen ohne Obdach

Der Winter bedeutet für obdachlose Menschen eine große Herausforderung. Mit Ihrer Spende können wir gemeinsam helfen. Wir kaufen von den eingegangen Spendengeldern Schlafsäcke.

Ihre Spende für obdachlose Menschen!

Wir kaufen Schlafsäcke und Isomatten für Menschen, die auf der Straße leben müssen.

Es ist kalt geworden. Die niedrigen Temperaturen können für Menschen, die auf der Straße leben, bedrohlich sein. Daher starten wir die Spendenaktion #WärmeTeilen – Hilfe für Menschen ohne Obdach.

Die Spenden kommen der Wohnungslosentagesstätte (WoTa) Schöneberg zugute. Hier erhalten die Menschen eine warme Mahlzeit, die Möglichkeit zu duschen, saubere Kleidung, eine medizinische Basisversorgung und Unterstützung bei persönlichen Problemen.

Die WoTa ist für viele Gäste eine Art Wohnzimmer. Sie ist ein Ort, an dem sie sich wohlfühlen. Hier können sie sich ausruhen, aber auch Kontakte knüpfen. Der Bedarf an warmer Kleidung, Rücksäcken, Schlafsäcken oder Isomatten, aber auch an Hygieneartikeln ist groß, sagt die Leiterin der WoTa Nadine Simon-Wrobel. „Da wir aber wenig Möglichkeiten haben zu lagern, bitten wir um Geldspenden. Außerdem können wir Geldspenden gezielt für das einsetzen, was zu diesem Zeitpunkt am dringendsten gebraucht wird.“

Spenden Sie jetzt und schenken Sie Wärme und Hoffnung.

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Sie können auch unser Spendenformular nutzen - bitte wählen Sie als Verwendungszweck "Angebote für wohnungslose Menschen"

Die Geschichte von Catweazle

Flaschenpfand und Suppenküchen

Catweazle, so nennt sich der 60-Jährige Berliner, ist obdachlos und Gast der Wohnungslosentagesstätte. Er schildert, wie es dazu kam und wie sein Leben aussieht.  

Ich bin zum zweiten Mal in meinem Leben auf der Straße. Das erste Mal habe ich mehrere Jahre in Südeuropa verbracht und mich von Tagelöhnerjobs in Spanien und Italien finanziert. Die Jobs fand ich, in dem ich in jedem Ort, den ich besuchte, beim Pfarrer vorsprach und nach Arbeitsgelegenheiten fragte. Ein paar Tage Arbeit bei freier Kost und Logis zuzüglich einem kleinen Handgeld brachten mich so durch drei Jahre.

Als ich dann im Jahr 2003 wieder in Deutschland ankam, dachte ich, dass das auch in Deutschland funktionieren müsste. Leider war dem nicht so. Folglich kam ich als geborener Westberliner wieder nach Berlin und lebte hier mit Unterstützung verschiedener sozialer Einrichtungen, wie zum Beispiel dem „Warmen Otto“ in Moabit, vom Pfandsammeln und Spenden von Bürgern. Da ich dieses Leben selbst gewählt hatte, war ich der Meinung, dass ich moralisch keinen Anspruch auf Sozialhilfe und Co. hatte. Dies änderte sich, als ich Anfang 2006 sechs Wochen in Untersuchungshaft verbrachte, weil ich ohne festen Wohnsitz war. Da ich eingesperrt wurde, weil ich mir kein Geld vom Staat holte, entschied ich mich, wieder festzumachen. So richtig mit Wohnung und Hartz IV und so. 😉

Die ersten Jahre lief alles reibungslos mit dem Jobcenter. Dann jedoch musste ich mir Gerichtskosten, die das Jobcenter verursacht hatte, einklagen. In der Folge hatte ich in den nächsten Jahren bei jedem Verlängerungsantrag Probleme. Im Jahr 2017 entschied ich also, wieder auf die Straße zurückzukehren, um dem Stress mit dem Jobcenter zu entgehen und wieder in Freiheit zu leben.

Seitdem lebe ich wieder vom Flaschenpfand und der Versorgung durch die Berliner Suppenküchen. Im Sommer schlafe ich in Parks oder unter Brücken. Die Wintermonate verbringe ich seit drei Jahren in einer kleinen Notübernachtung in Kreuzberg. Davor habe überwintert, in dem ich die kleinen Nachtcafes (jede Nacht woanders) besuchte.

In der Wohnungslosentagesstätte Schöneberg des Unionhilfswerks bin ich im Frühjahr 2020 gelandet, weil es dort auch in der Coronazeit an sechs Tagen in der Woche etwas Warmes zu essen gab. Die anderen Stellen haben fast alle nur Lunchpakete ausgegeben. Hier konnten wir – wenn auch im Freien – zusammensitzen, unseren Kaffee trinken und eben das warme Essen genießen.

Noch in dieser Zeit habe ich ein Schließfach bekommen, in dem ich meine „Wertsachen“ lassen konnte. So wurde ich zum Stammkunden der WoTa. Im Herbst konnte ich an einer Reise nach Schleswig-Holstein teilnehmen. Dabei entstanden Freundschaften, die bis heute Bestand haben, obwohl einer der Teilnehmer eine Wohnung bekommen hat und die WoTa nicht mehr besucht.

Wir haben auch ein Geschenk für Sie: Unser Podcast "Wintermomente im Unionhilfswerk" ist da

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