Gemeinsam mehr Wir
Einsamkeit ist eines der drängenden sozialen Themen unserer Zeit – und sie betrifft Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Wir machen Einsamkeit sichtbar, stärken Betroffene und ermöglichen neue Gemeinschaft.
Einsamkeit kann jede und jeden treffen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensstil. Studien und Erhebungen, etwa aus dem Kompetenznetz Einsamkeit und dem Einsamkeitsbarometer, zeigen: Ein relevanter Teil der Menschen in Deutschland fühlt sich häufig oder anhaltend einsam, mit Folgen für psychische und körperliche Gesundheit.
Einsamkeit ist oft unsichtbar
Einsamkeit betrifft nicht nur hochaltrige Menschen, sondern beispielsweise auch:
* eine junge alleinerziehende Mutter, der der Austausch mit Gleichaltrigen fehlt
* junge Menschen, die nach einem Umzug in eine neue Stadt noch keinen Anschluss gefunden haben
* Berufstätige, die sich trotz vollem Terminkalender innerlich isoliert fühlen
Wir schaffen Angebote, die diese stille Not ernst nehmen – und Menschen miteinander in Kontakt bringen.
Wir greifen die Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit auf und übersetzen sie in konkrete Angebote hier in Berlin. Wir vernetzen bestehende Projekte, entwickeln neue Formate und schaffen Räume, in denen Menschen sich gesehen, gehört und zugehörig fühlen.
Gemeinsam mehr Wir – unsere Broschüre
Wie aus Begegnungen Gemeinschaft wächst: Unsere Broschüre stellt Projekte und Angebote vor, mit denen wir Einsamkeit begegnen und Menschen miteinander verbinden. Erfahren Sie, wo Sie Unterstützung finden und wie Sie sich selbst engagieren können.
Broschüre zum DownloadWir machen Einsamkeit sichtbar, stärken Betroffene und ermöglichen Gemeinschaft
Workshop "Gemeinsam stark" am 17. Oktober 2026
Einsamkeit kann ganz unterschiedliche Gesichter haben. Manchen mangelt es allgemein an sozialen Kontakten, anderen an Freundschaften oder intimen Beziehungen, wiederum andere fühlen sich einsam, auch wenn sie Freundschaften und Beziehungen haben.
Dieser Workshop ist eine Fortsetzung des ersten Workshops im April und gleichzeitig offen für neue Teilnehmende. Wie schon im ersten Teil geht es darum, die eigenen Einsamkeitsgefühle gemeinsam zu erkunden. Wir sind dann damit nicht mehr allein. Wir nutzen Methoden aus den Kreativtherapien (Bewegung, malen, schreiben), um ein tieferes Verständnis unserer Einsamkeitsgefühle zu erlangen. Wie ist Einsamkeit in meiner Lebensgeschichte verankert?
Veranstaltungsort: Selbsthilfezentrum Reinickendorf
Journalistenpreisverleihung am 25. November 2026
Die Unionhilfswerk-Förderstiftung lobt alle zwei Jahre einen Journalistenpreis aus. In diesem Jahr steht der Preis unter dem Motto „Gemeinsam mehr Wir - neue Wege aus der Einsamkeit“. Bereits 2022 haben wir dieses Thema mit dem Journalistenpreis aufgegriffen. Nun, vier Jahre später, ziehen wir Bilanz: Welche politischen, sozialen und medialen Entwicklungen zeigen Wirkung? Wie geht es alten Menschen am Lebensende damit? Und wo bleibt die Einsamkeit trotz aller Aufmerksamkeit bestehen?
"Wir für Berlin - im Dialog" am 19. November 2026
Mit „WIR für Berlin – im Dialog“ schaffen wir einen Raum für Austausch über Themen, die unsere Stadt bewegen.
Am 19. November 2026 rücken wir auch in diesem Rahmen das Thema Einsamkeit in den Mittelpunkt und bringen unter dem Titel "Miteinander in Berlin. Vom Ich zum Wir" Menschen aus Politik, Praxis, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammen, um die verschiedenen Facetten von Einsamkeit zu beleuchten und Wege zu mehr Verbundenheit zu diskutieren.
Es erwarten Sie: Spannender Klartext, Best Practices und inspirierende Impulse - sowie Raum für Austausch und Vernetzung.
Wir für Berlin - unser Magazin
Die kommende Ausgabe unserer Unternehmenszeitung "Wir für Berlin" wird sich ausschließlich dem Thema Einsamkeit widmen. Was bedeutet Einsamkeit – und was können wir ihr entgegensetzen? Wie entstehen Verbindungen, die Menschen tragen? Und was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen, dass aus vielen Einzelnen ein starkes Wir wird?
Wir erzählen persönliche Geschichten, geben Einblicke in unsere Arbeit und zeigen, wo Begegnung gelingt und Gemeinschaft entsteht.
Ab Oktober 2026 können Sie die neue Ausgabe hier online lesen.
Brusi verbindet - Stammtisch gegen Einsamkeit
Manchmal beginnt Gemeinschaft mit einem einfachen Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Mit „Brusi verbindet“ gibt es im HOWOGE-Kiezort Brusi einen neuen Treffpunkt, an dem Menschen zusammenkommen, sich kennenlernen und gemeinsam Zeit verbringen können. Der Stammtisch gegen Einsamkeit ist offen für alle – ganz ohne Anmeldung und unabhängig davon, ob man bereits jemanden kennt. Damit gibt es in Reinickendorf inzwischen zehn Orte, die Begegnung und Miteinander im Kiez ermöglichen.
Ulli Zelle ist Wegbegleiter des Unionhilfswerks
Er besucht besondere Projekte, die Einsamkeit vorbeugen und Begegnungen ermöglichen
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Das Stadtteilzentrum Rollberge
Wie wird aus Nachbarschaft echte Gemeinschaft? Ulli Zelle besucht das Stadtteilzentrum Rollberge und erlebt, wie Menschen hier zusammenkommen, Freundschaften entstehen und Einsamkeit überwunden wird. Ein Ort voller Begegnungen, Herzlichkeit und Leben – und ein Wohnzimmer für den ganzen Kiez.
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Das Mentoring-Projekt "Hürdenspringer"
Ulli Zelle besucht das Projekt „Hürdenspringer“ in Neukölln und erlebt, wie Mentoring Menschen verbindet und neue Perspektiven eröffnet. Im Tandem werden Sprachkenntnisse vertieft, berufliche Wege geebnet und Vertrauen aufgebaut. Begegnungen, die zeigen: Gemeinsam lassen sich Hürden überwinden – und Zukunft gestalten.
Nicht immer braucht es große Lösungen. Manchmal hilft ein kleiner Schritt:
Kleine Inspirationen für mehr Wir.
Kontakt aufnehmen
Regelmäßigkeit schaffen
Etwas gemeinsam tun
Orte aufsuchen, an denen Begegnungen möglich sind
Hilfe annehmen oder anbieten
Begegnungen im Stadtteilzentrum F1
Dieses Angebot zeigt, wie sehr verlässliche Begegnungen den Alltag verändern können: die Sportgruppe im Stadtteilzentrum F1.
Seit 13 Jahren treffen sich hier regelmäßig Nachbar*innen – überwiegend Frauen zwischen 60 und 85 Jahren – zu einer Stunde Bewegung und anschließendem Beisammensein im Café. Aus dem wöchentlichen Termin ist für viele ein fester Anker geworden: Man kommt raus, bleibt körperlich aktiv und hat Menschen, mit denen man reden, lachen und auch Sorgen teilen kann. So entsteht nach und nach ein vertrauter Kreis, der Einsamkeit vorbeugt und Gemeinschaft spürbar macht.
„Der Tag hilft mir sehr. Ich bin dann nicht mehr so allein.“
Solche Rückmeldungen aus der Gruppe zeigen, wie wichtig ein vertrauter Ort und ein wiederkehrender Termin sind: Es wird zusammen Sport gemacht, Kaffee getrunken, Kuchen gegessen, gegrillt und Geburtstage werden gefeiert. Und selbst wenn der Trainer einmal ausfällt, kommen die Teilnehmenden zusammen – weil es längst mehr ist als nur eine Sportstunde.
Zum Stadtteilzentrum F1 am MehringplatzProjekte im Unionhilfswerk, die Nähe schaffen
Berliner Herzenszeilen – Briefe, die verbinden
Mit den „Berliner Herzenszeilen“ bringen wir Menschen in Kontakt, die sich sonst nie begegnet wären. Engagierte Freiwillige schreiben handgeschriebene Briefe an Senior*innen, die sich einsam fühlen – ein liebevoller Gruß, der Nähe schenkt und zeigt: „Du bist nicht allein.“
Wenn Sie Lust auf Austausch haben und sich über handgeschriebene Zeilen freuen, sind Sie bei den Berliner Herzenszeilen genau richtig. Mit den Berliner Herzenszeilen verbinden wir Menschen, die sich diesen Austausch wünschen. Mit dem gegenseitigen Anteilnehmen am Alltag und der Lebensgeschichte entsteht Vertrauen, Wärme und Nähe.
Besuchsdienst „Die GroßstadtGefährten“
Mit unserem Besuchsdienst „Die GroßstadtGefährten“ begleiten Freiwillige pflegebedürftige Menschen in Berlin – zuhause oder in der näheren Umgebung. Die Besuche schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Gespräch – und helfen, Einsamkeit und sozialer Isolation vorzubeugen.
Unsere Freiwilligen hören zu, gehen spazieren, lesen vor oder sind einfach da. So entsteht Vertrauen, Alltag wird leichter – und aus anonymen Nachbarschaften wachsen Beziehungen.
Freiwilliges Engagement im Unionhilfswerk
Freiwilliges Engagement macht aus anonymem Nebeneinander ein tragendes Miteinander – für die Menschen, die begleitet werden, und für die Engagierten selbst. Ob Besuchsdienste, kreative Angebote oder Unterstützung im Alltag: Gemeinsam mit unseren Freiwilligen schaffen wir Begegnungen, die tragen.
Die Kolleginnen und Kollegen unseres Team "die freiwilligen" beraten dazu, welches Engagement zu den eigenen Interessen, Talenten und zum verfügbaren Zeitbudget passt.
Stadtteilzentren – Treffpunkte gegen Einsamkeit im Kiez
Unsere Stadtteilzentren sind offene Orte für Menschen, die in ihrem Alltag mehr Begegnung, Austausch und Unterstützung suchen. Sie bieten Raum, um einfach dazuzukommen, andere kennenzulernen und gemeinsam aktiv zu werden – ein wichtiges Gegenmittel gegen Einsamkeit direkt im eigenen Kiez.
Im Stadtteilzentrum entstehen aus einem ersten Besuch oft feste Kontakte: beim offenen Treff, in Bewegungs- oder Kreativangeboten, bei Veranstaltungen oder im gemeinsamen Engagement für die Nachbarschaft. Hier finden Menschen Beratung in schwierigen Lebenssituationen, entdecken neue Interessen und erleben, dass sie mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein sind.
Selbsthilfezentrum – Gemeinsam aus der Isolation
Unser Selbsthilfezentrum ist ein Ort für Menschen, die ihre Themen nicht mehr mit sich allein ausmachen möchten. In selbstorganisierten Gruppen kommen Betroffene und Angehörige zusammen, um Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu stärken und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu finden.
Hier erleben viele zum ersten Mal: „Mit meinen Sorgen bin ich nicht allein.“ In einem geschützten Rahmen entsteht Nähe – durchs Zuhören, Erzählen und Mitfühlen. Das Selbsthilfezentrum unterstützt bei der Gründung neuer Gruppen, berät zu bestehenden Angeboten und hilft dabei, den passenden Rahmen für Austausch und gegenseitige Unterstützung zu finden.
Mentoring-Projekte – Begleitung auf Zeit, Wirkung fürs Leben
Unsere Mentoring-Projekte bringen Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnet wären: engagierte Mentor*innen an der Seite von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen in Übergangssituationen. In regelmäßigen Treffen entsteht eine verlässliche Beziehung, die stärkt, ermutigt und hilft, den eigenen Weg zu finden.
Gerade in Lebensphasen, in denen man sich schnell alleine fühlt – etwa beim Einstieg in Schule, Ausbildung oder Beruf, nach einem Umzug oder in einer persönlichen Umbruchphase – bieten Mentor*innen Orientierung und Halt. Durch gemeinsames Erleben, Gespräche und kleine Erfolgserlebnisse wächst Vertrauen. So wird aus einer 1:1-Begleitung ein starkes Stück „WIR“, das Einsamkeit spürbar reduziert.
Offizielle und bundesweite Hilfsangebote bei Einsamkeit
Niedrigschwelligen Anlaufstellen
Kompetenznetz Einsamkeit (KNE)
Allianz gegen Einsamkeit / Bundesstrategie
TelefonSeelsorge
Silbernetz / „Silbertelefon“
Gemeinsam mehr Wir: Für unsere Mitarbeitenden
Einsamkeit macht nicht an der Bürotür oder an der Einrichtungstür halt. In einer Welt, die immer vernetzter scheint, erleben auch viele Beschäftigte Phasen, in denen sie sich allein fühlen – mit Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Wir übernehmen Verantwortung auch nach innen und schaffen Angebote, die unsere Gemeinschaft stärken und Einsamkeit vorbeugen. Wir berücksichtigen unterschiedliche Lebenssituationen – Mitarbeitende mit und ohne Kinder, Alleinerziehende, Kolleg*innen kurz vor dem Ruhestand – und gestalten unsere Angebote so, dass möglichst viele teilnehmen können.
Machen Sie noch heute den ersten Schritt.
Gemeinsam mehr Wir.
* Schreiben Sie einer Person, von der Sie lange nichts gehört haben.
* Fragen Sie jemanden ehrlich: „Wie geht's dir?“
* Laden Sie jemanden auf einen Kaffee ein.
* Gehen Sie mit jemandem eine Runde spazieren.
* Rufen Sie jemanden an, statt nur eine Nachricht zu schreiben.
Mitmachen, sich engagieren, spenden
Einsamkeit gemeinsam begegnen.
Engagement
Spenden


